GALLERIE MÖLLER
GALERIE MÖLLER Warnemünde
     GALERIE MÖLLER    Warnemünde

Die Grafikausstellung mit der Littauischen Künstlerin

Gintare Skoblyte muss coronabedingt verschoben werden. 

Mit Aquarellen Hanne Petricks stellt die Galerie Möller am Alten Strom in Warnemünde eine bekennende „Rügen-Malerin“ vor. Das Werk der Künstlerin ist ohne die Motive der Insel und ihre Landschaften zwischen schroffen Steilküsten und sanften Hügeln im Licht der weiten Horizonte der Ostsee nicht denkbar. Als die gebürtige Lausitzerin vor fünf Jahrzehnten aus familiären Gründen auf die Insel zog, hatte die gelernte Werkzeugmacherin zwar schon einen Hang zum künstlerischen Umgang mit Pinsel und Farben in sich entdeckt, eine ernsthafte, auf eine spätere freiberufliche Betätigung als Malerin ausgerichtete Entwicklung wurde aber erst hier in konsequente Bahnen gelenkt, unterstützt von wiederholten Studienkursen an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.  In der „Wendezeit“ nach 1989 gründet sie  ihr Atelier in Altenkirchen, mitten auf dem „Windland“ Wittow, und hat bald erste erfolgreiche Ausstellungen.

Steht die Malerin als „Landschafterin“ einerseits in der Tradition der Rügener Landschaftsmalerei, beginnend mit der norddeutschen Romantik um C. D. Friedrich und deren Rügen-Euphorie vor 200 Jahren, so ist ihre künstlerische Handschrift andererseits von den Erfahrungen der Freilichtmalerei seit dem französischen Impressionismus geprägt, dessen Vertreter mit Staffelei und Farbpalette in die Natur zogen um die Motive der künstlerischen Darstellung unverstellt in der direkten sinnlichen Erfahrung erleben zu können und daraus im künstlerischen Bild eine „Harmonie parallel zur Natur“ zu erschaffen. Und darum geht es der Malerin Hanne Petrick. Natürlich sind ihre Bildmotive in ihrer Einzigartigkeit topographisch identifizierbar; vom Arkonakliff bis zu den Mönchguter Hügeln, vom „Siebenschneiderstein“ vor der  Wittower Steilküste bis zum „Hexentanzplatz“ im Lietzower Wald.  Die besonderen Empfindungen individuellen Erlebens bei wechselnden Wettern und Lichtstimmungen im Wandel der Jahres- und Tageszeiten inspirieren die malerische „Umsetzung“ in Farbe und Form, machen jedes Werk zu einer Entdeckungsreise ins vermeintlich Vertraute. In den bildnerischen Techniken der Malerei Hanne Petricks dominieren Aquarell und Pastell in einer bevorzugt leuchtend-expressiven Farbkultur.  Es sind sozusagen die „kammermusikalischen Verwandten“ der Öl- und Acrylmalerei, mit denen „vor Ort“ die direkten Empfindungen und Stimmungen im Bild umgesetzt werden.

Die Malerin bezeichnete ihre Ausstellungen gelegentlich als „Rügen-Impressionen“ und meint damit wohl den „Eindruck der Erscheinungen auf die Seele“. Und so sind die Landschaftsmotive ihrer „Wahl- und Malheimat“ und deren malerische Interpretation dann „Seelenlandschaften“ und „Sehnsuchtsorte“, in denen sich die Künstlerin, wie auch die Betrachter dieser Werke aufgenommen fühlen und die Verbundenheit von Mensch und Natur zum Tragen kommt.

 

 

ULRICH KRÄMER

 

Der Bildhauer Ulrich Krämer kommt vom Ruhrgebiet an die Ostsee.

Er ist 1963 in Düsseldorf geboren. Von 1989 – 1992 ließ er sich bei dem Bildhauer Herbert Lungwitz ausbilden und ist seitdem freischaffend an verschiedenen Orten tätig.

Seit 1999 befinden sich seine Werkstatt und sein Skulpturengarten in Essen.

An der dortigen Kunstakademie lehrt er seit 2003 als Dozent.

 

Ulrich Krämer ist Stahlbildhauer.

Alle Arbeiten, die Sie hier sehen, mit der starken Betonung der Oberflächenstrukturen sind nicht, obwohl es auf den ersten Blick so scheint, durch den Zahn der Zeit zu dieser rostig wirkenden Oberflächenästhetik gekommen, sondern sie ist von Ulrich Krämer durch seine eigen entwickelte Technologie entstanden.

1-3 mm starke Stahlbleche werden mit Plasma geschnitten und geteilt.

Diese Teile werden kalt in runde und halbrunde Element umgeformt und verschweißt.

Anregungen für diese Formen sind sowohl der Natur, seiner Phantasie, aber auch aktuellen Themen, es entstand kürzlich eine Kopftuchserie, angeregt durch die Kopftuchdiskussion, die zur Zeit in einer anderen Ausstellung zu sehen ist, entnommen.

Er vergleicht seine Arbeit durchaus mit der eines Steinbildhauers, der aus einem vorhandenen Körper eine Form herausarbeitet, nur dass er sich diese Form erst selbst schafft.

Statt, wie andere Metaller diese Formen zu polieren, gibt er ihnen eine ganz eigene Haut, in dem er im klassischen E-Schweißverfahren die Formen mit  Elektroden „beschweist“ , so Strukturen aufträgt, aber auch Öffnungen hineinbrennt.

 

„Der Kontrast zwischen Härte und Wucht des Materials und gleichzeitiger Zartheit der Form, ja Zärtlichkeit filigran gestalteter Oberflächen ist der gewollte Eigensinn der Werke von Ulrich Krämer und fasziniert vom ersten Moment an…..Gesetze und Eigenschaften des Materials sind sichtbar, Arbeitsspuren bleiben erhalten. Form und Material bedingen sich, folgen einander. Hier finden die raumbezogenen Arbeiten von Ulrich Krämer Anschluss an unsere Zeit. Sie werden stahlgewordener Ausdruck der Moderne.“

Dr. Ursula Herrmann

 

            

 

 

 

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© Ulrike-Sabine Möller