GALLERIE MÖLLER
GALERIE MÖLLER Warnemünde
GALERIE MÖLLERWarnemünde

aktuelle Ausstellung

29.10. - 08.12.2020

Christian Lang

 Malerei und Druckgrafik

Simone Mönch

Schmuck

CHRISTIAN LANG

 Malerei/ Druckgrafik

SIMONE MÖNCH

Schmuck

29.10. - 08.12.2020

 

Den musikalischen Part hat Lydia Harder.

 

Der Chemnitzer Grafiker und Maler CHRISTIAN LANG gehört zu dem ausgewählten Kreis der Künstler, deren neue Arbeiten die Galerie Möller immer wieder zeigt.

Er war mit seinen Werken bei allen thematischen Ausstellungen vertreten und diese Exposition ist bereits seine sechste eigene Ausstellung in unserer Galerie.

In Folge dessen sind besonders seine Grafiken in vielen norddeutschen Privatsammlungen, aber auch in öffentlichen, wie der Kunsthalle Rostock zu finden.

Christian Lang ist 1953 in Chemnitz geboren. Zunächst war er, nach einer Lehre als Werkzeugmacher auch in diesem Beruf tätig.1984 baute er sich eine eigene Druckwerkstatt auf und wurde freiberuflich.

Er rekonstruierte alte, heute nicht mehr praktizierte Drucktechniken, wie das Mezzotinto, baute seine Werkzeuge dafür selbst, vereinte   sie z.B. mit Kaltnadelradierungen und Prägungen zu einem unverwechselbaren grafischen Stil. (Mappen)

 

In dieser Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf der Malerei. Alle Ölbilder, die er mitgebracht hat sind erst in diesem Jahr entstanden und werden bei uns das erste Mal gezeigt.

Schon in den Titeln „Licht – Komposition“ „Licht – Fall oder „Licht im Dickicht“ spiegelt sich seine Phaszination für das Licht und wie man es malerisch fassen kann, wieder.

Sein besonderer Umgang mit der Farbe, der von harmonisierenden Tönen, bis zum leuchtenden Kontrast reicht wird immer wieder inspiriert von seinem Reisen, auf denen er das ursprüngliche, indigene sucht.

Die Magie dieser Orte und Begegnungen, ob in Bolivien oder auf Island, überträgt er in seine künstlerische spirituelle Ikonografie.

Überhaupt haben es ihm die sphärischen Farben Lateinamerikas angetan.

So war es für ihn ein besonderer Glücksfall, dass er von Indigenen in Bolivien Farbpigmente kaufen konnte.

Er ist aber auch im Stande das Sphärische in der norddeutschen Landschaft zu entdecken und zu vermitteln.

Figürlich wird er bei seinen Arbeiten auf Japanpapier, das er direkt aus Japan mitgebracht hat und das unter oder mit der Farbe oder Kohle ein Eigenleben entwickelt.

 

 

 

Ob in seiner Grafik oder seiner Malerei, sein Radius dreht sich immer um eine Mitte, empfindsam, berührend, aber auch kraftvoll dynamisch – das Menschliche.

Seine Lebensräume, seine HABITATE, Hauptthema seines künstlerischen Schaffens, regen zum Nachdenken über das

 „woher ?“ und „wohin ?“ an. Schon früh hat er sich dafür interessiert, wie die Erde geworden ist, was vor Jahrmillionen passierte.

Der vor 290 Millionen Jahren durch Verkieselung bei einem Vulkanausbruch entstandene versteinerte Wald bei Chemnitz bot und bietet genug Anregungen für die Phantasie. Geologischen Formen, Zeitablagerungen, Versteinerungen und Mineralien gehören zu seinen Sammlungsobjekten und finden auch formalen Eingang in seine Kunst.

In seiner stillen Art   macht er uns so auf das Bedenken unserer Lebensräume aufmerksam, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben.

 

Letztlich durchdringen und bedingen seine Sammlerleidenschaft, seine Grafik und Malerei einander und im Hintergrund scheint man beim Betrachten immer Musik zu hören. Ohne sie, bevorzugt klassischen Jazz, Rock und irische Musikrichtungen, entsteht kein Bild.

 

 

SIMONE MÖNCH’s   Schmuck   gehört zu dem Besten, was die norddeutsche Schmuckszene zu bieten hat.

Die diplomierte Schmuckgestalterin lebt und arbeitet in Tempel, einem ländlichen Ortsteil der Stadt Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern. 1957 in der Lutherstadt Halle geboren, wechselte Sie schon nach kurzer Zeit in den Norden der Republik. Einer Lehre zum Goldschmied 1973 in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten folgte 1978 ein Design-Studium an der Fachschule für angewandte Kunst (FAK) im Ostseebad Heiligendamm. Zu Ihren Dozenten gehörten u.a. der Grafiker Prof. Ludwig Bonitz (†) und der Schmuckgestalter Wolfgang Schlüter. Nach erfolgreichem Diplom-Abschluss kehrte sie 1982 nach Ribnitz-Damgarten zurück und es folgten Jahre schöpferischer Schmuckgestaltung in der Entwicklungsabteilung des VEB Ostseeschmuck, einem führenden Hersteller von Schmuckobjekten der damaligen DDR.

Seit 1990 ist Simone Mönch als freischaffende Schmuckgestalterin tätig. Sie sagt selbst: Am 1. Juni 2020 waren es 30 Jahre, die ich als freischaffende Schmuckdesignerin an meiner Werkbank arbeiten durfte. Darüber bin ich sehr glücklich.

Die Arbeiten von Simone Mönch sind klassisch, bodenständig wie sie selbst, möchte man meinen. Sie sind von einer bemerkenswerten Konsequenz, einer klaren, minimalistischen Formensprache, zeitlos schön ohne die Wirkung auf den Betrachter zu verfehlen.

Simone Mönch schafft die Gradwanderung zwischen schlichten Formen und den Aufmerksamkeit erregenden, bizarren Strukturen ausgesuchter Edelsteine. In dieser Ausstellung sind es z.B. Bergkristalle mit Turmalinnadeln, oder mit Turmalin, Quarz mit eingewachsenem Quarz, Quarz mit TurmalinKristall oder Einschlussquarz, die es lohnt näher zu betrachten. Auch diese Wunder sind Jahrmillionen Jahre alt und erhalten unter ihren Händen ein neues Leben von atemberaubender Schönheit.

In Zeiten, die zunehmend durch digitale Technologien geprägt werden, droht auch die Schmuckgestaltung und–fertigung in Banalität und Belanglosigkeit zu versinken. Umso mehr ist es nicht nur für den Kenner eine große Freude und Genugtuung den handgefertigten Schmuck der Schmuckgestalterin Simone Mönch zu betrachten und zu tragen, denn die Tragbarkeit verliert sie nie aus dem Auge.

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© Ulrike-Sabine Möller