|
PETRA
BAMMES
PLASTIK
GRAFIKSAMMLUNG
HERBERT MALTZAHN
Wer PETRA BAMMES nicht aus ihrer aktiven Zeit als Bildhauerin
in Magdeburg (1981 –1989) nach dem Studium an der Hochschule
für Bildende Künste in Dresden kennt, ist vielleicht
anlässlich der Ausstellung „Ausgebürgert“,
die 1989 in Dresden und Hamburg gezeigt wurde, auf sie aufmerksam
geworden. Sie lebt in Memmingen/Bayern.
Die 1957 in Meißen geborene PETRA BAMMES hat in ihren Plastiken
den Mut zur Schönheit. Sie gehört zu den Bildhauern,
die durch Formvereinfachung das ihr Wesentliche ausdrücken
wollen.
Ihr Thema ist die menschliche Figur. Archaisch, zeitlos schön,
muten ihre weiblichen und männlichen Körper an. Dabei
ist die Oberfläche durch die bevorzugte Verwendung von Stein
oder Ton eher spröde. Das Material Bronze setzt sie für
Kleinplastiken ein.
Im Zentrum ihrer Arbeit liegt die Auseinandersetzung mit der Ausdruckskraft
des menschlichen Körpers, der Darstellung seelischen und
geistigen Lebens und Erlebens, wobei sie Gestalt und Gestus ihrer
Skulpturen durch Nutzung der speziellen Materialeigenschaften
erreicht. Im Stein ist die archaische Geschlossenheit noch in
der Umwandlung zur Plastik spürbar. Im Ton ist es die rissige
Struktur der Oberfläche die eine besondere Materialästhetik
erzeugt.
Dem vorangegangen sind intensive Aktstudien, worüber sie
nicht nur ein Buch geschrieben hat, sondern auch eine geschätzte
Dozentin an verschiedenen Akademien ist.
Bücher und Grafiken werden gesammelt, solange es sie gibt.
Trotzdem kann man die Spezis der Grafiksammler heute mit der Lupe
suchen. Ein Bibliophile, der das mit Leidenschaft betrieb, war
der Rostocker HERBERT MALTZAHN.
Er war 1910 in Dobbertin als Sohn eines Stellmachermeisters geboren,
hatte nach dem Abitur 1930 und einem Studium am Pädagogischen
Institut Rostock bis 1975 in verschiedenen Städten Mecklenburgs
als Lehrer gearbeitet. Herbert Malzahn hat vier Töchter und
einen Sohn. Nach seinem Tod hinterließ er eine beachtliche
Grafiksammlung, die nun seine Kinder, nachdem sie die ihnen wichtigen
Blätter im Familienbesitz behalten haben, nun wieder in den
„öffentlichen Kreislauf“ geben.
Für Grafikinteressenten gibt es Kostbarkeiten zu entdecken.
Der Favorit unter den Künstlern war für den Sammler
Werner Wittig. So werden seine verhaltenen Farbholzrisse auch
das Bild der Ausstellung prägen. Von 29 weiteren Künstlern
u.a. Manfred Butzmann, Gabriele Mucchi, A.T. Mörstedt, Rene
Graez, Joachim Böttcher, Arno Mohr, Nuria Quevedo, Gerenot
Richter und Gerhard Altenburg werden hauptsächlich Radierungen
und Lihografien ausgestellt.
|