ausstellungsdauer: 19.08. - 28.09.2010

 
     

PETRA BAMMES
PLASTIK
GRAFIKSAMMLUNG
HERBERT MALTZAHN

Wer PETRA BAMMES nicht aus ihrer aktiven Zeit als Bildhauerin in Magdeburg (1981 –1989) nach dem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden kennt, ist vielleicht anlässlich der Ausstellung „Ausgebürgert“, die 1989 in Dresden und Hamburg gezeigt wurde, auf sie aufmerksam geworden. Sie lebt in Memmingen/Bayern.
Die 1957 in Meißen geborene PETRA BAMMES hat in ihren Plastiken den Mut zur Schönheit. Sie gehört zu den Bildhauern, die durch Formvereinfachung das ihr Wesentliche ausdrücken wollen.
Ihr Thema ist die menschliche Figur. Archaisch, zeitlos schön, muten ihre weiblichen und männlichen Körper an. Dabei ist die Oberfläche durch die bevorzugte Verwendung von Stein oder Ton eher spröde. Das Material Bronze setzt sie für Kleinplastiken ein.
Im Zentrum ihrer Arbeit liegt die Auseinandersetzung mit der Ausdruckskraft des menschlichen Körpers, der Darstellung seelischen und geistigen Lebens und Erlebens, wobei sie Gestalt und Gestus ihrer Skulpturen durch Nutzung der speziellen Materialeigenschaften erreicht. Im Stein ist die archaische Geschlossenheit noch in der Umwandlung zur Plastik spürbar. Im Ton ist es die rissige Struktur der Oberfläche die eine besondere Materialästhetik erzeugt.
Dem vorangegangen sind intensive Aktstudien, worüber sie nicht nur ein Buch geschrieben hat, sondern auch eine geschätzte Dozentin an verschiedenen Akademien ist.


Bücher und Grafiken werden gesammelt, solange es sie gibt. Trotzdem kann man die Spezis der Grafiksammler heute mit der Lupe suchen. Ein Bibliophile, der das mit Leidenschaft betrieb, war der Rostocker HERBERT MALTZAHN.
Er war 1910 in Dobbertin als Sohn eines Stellmachermeisters geboren, hatte nach dem Abitur 1930 und einem Studium am Pädagogischen Institut Rostock bis 1975 in verschiedenen Städten Mecklenburgs als Lehrer gearbeitet. Herbert Malzahn hat vier Töchter und einen Sohn. Nach seinem Tod hinterließ er eine beachtliche Grafiksammlung, die nun seine Kinder, nachdem sie die ihnen wichtigen Blätter im Familienbesitz behalten haben, nun wieder in den „öffentlichen Kreislauf“ geben.
Für Grafikinteressenten gibt es Kostbarkeiten zu entdecken.
Der Favorit unter den Künstlern war für den Sammler Werner Wittig. So werden seine verhaltenen Farbholzrisse auch das Bild der Ausstellung prägen. Von 29 weiteren Künstlern u.a. Manfred Butzmann, Gabriele Mucchi, A.T. Mörstedt, Rene Graez, Joachim Böttcher, Arno Mohr, Nuria Quevedo, Gerenot Richter und Gerhard Altenburg werden hauptsächlich Radierungen und Lihografien ausgestellt.