Ausstellungsdauer 7.11.-17.12.2019

"HOLZ-ART"

CHRISTIAN MIENE

Die vorletzte Ausstellung des Jahres  ist für viele Galeriebesucher gleichzeitig der lang ersehnte Höhepunkt.. Seitdem der Holzgestalter Christian Miene 2002 das erste Mal seine Arbeiten aus dem Vogtland an die Küste brachte ist er einer der erfolgreichsten Künstler der Galerie. „So etwas habe ich ja noch nie gesehen!“ wird für sechs Wochen wieder der häufigste Ausspruch sein, der die Ausstellung begleitet. Das liegt sicherlich nicht nur daran, dass Holzgestaltung in Süddeutschland häufiger anzutreffen ist, sondern an der besonderen Ausstrahlung seiner Arbeiten. Kunst und Handwerk gehen in ihnen eine Symbiose ein, die in ihrer Art einmalig ist. Zu Recht haben sie den Titel „HOLZ – ART“.

Der 1947 in Hohenstein Ernstthal geborene Künstler, er lebt heute wieder dort, hat nach einer Tischlerlehre und der Arbeit in diesem Beruf von 1968 -71 an der Fachschule in Schneeberg Holzgestaltung studiert und anschließend an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle ein zweijähriges Sonderstudium absolviert. Seitdem ist er mit seinen Werken in vielen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten und seine Holzreliefs sind in zahlreichen öffentlichen Gebäuden anzutreffen.

Sein Werk ist ein Beispiel dafür, wie fließend die Grenzen zwischen bildender Kunst und Kunsthandwerk sein können, wie auf dem Fundament eines perfekt beherrschten Handwerks die Blüten der Kunst wachsen können. Für seine Holzreliefs, denen seine ganze Leidenschaft gehört, (er entwirft und baut außerdem Möbel, Ladeneinrichtungen, Spielzeug und Leuchten) verwendet er hauptsächlich einheimische Hölzer, wie Fichte, Eiche, Zirbelkiefer und Ahorn. Mitunter auch französische Erle. Das jeweilige Brett wird in einzelne Teile zerschnitten, die plastisch geschliffen, gebrannt, farbig gebeizt oder gewachst und wieder zusammengesetzt werden. Dabei reicht seine thematische und damit auch formale Spannweite von floral fließend, bis streng konstruktiv. Helle naturfarbene Flächen kontrastieren mit farbigen. Harmonische Arbeiten kommen mit geringfügigen Farbvariationen aus. .Auf die Phantasie eingrenzende Titel verzichtet er inzwischen völlig. In ihrer Materialästhetik sind sie meisterhaft gepaart mit phantasievollem Gestaltungsvermögen, das Raum für eigene Assoziationen lässt.

 

 

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© Ulrike-Sabine Möller