HELGA BORISCH - Collagen/Aquarelle

Ausstellungsdauer 13.04. – 30.05.2017

 

Die Ausstellungsreihe Künstlerehepaare , die seit dem letzten Jahr nicht mehr miteinander, sondern nacheinander ausstellen, zeigt Arbeiten von Helga Borisch und Frank Borisch, die unterschiedlicher kaum sein können. Frank Borisch ein „Landschafter“ im Juni folgt auf Helga Borisch, die sich über die menschliche Figur äußert, in den unterschiedlichsten Techniken und Formen. Studiert haben beide Ende der 60iger Jahre an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Puppen- und Bühnenbildgestaltung war die Fachrichtung von Helga Borisch, in der sie auch ab 1986 nach ihrer Umsiedlung nach Magdeburg zunächst hauptsächlich an verschiedenen Theatern aktiv war. Marionettenhafte Flachfiguren, die auch den Einfluss von Picasso nicht verleugnen, prägen ihre unverwechselbare Handschrift. Sie benutzt sie um Inhalte zu transportieren, gefunden in der Mythenwelt der Literatur von der Antike bis zur Gegenwart, von Aristophanes bis zu Irmtraud Morgner.

Das Bewusstsein „Frau sein“ auch als „Lebengebenkönnende“ brachte sie zu einer sehr feministischen Sicht auf Geschichte und Gegenwart.

Leben und Kunst in Einklang zu bringen, hat sie in ihrem sich während der Ausstellung vollendenden 78 jährigen Lebensjahr geprägt.

Ihre Liebe zu Stoffen und ein zufälliger Auftrag führten sie zur Textilapplikation, deren Meisterin sie, auch international durch die Teilnahme an viele Pleinairs und Ausstellungen anerkannt, wurde.

In den folgenden Jahren  wurde die Nähmaschine ihr Zeichenstift.

In ihrer Ausstellung 1998  in der GALERIE MÖLLER war das u.a. an einem kubushaften Raumobjekt zu bestaunen.

Diese Ausstellung konzentriert sich auf Collagen und Aquarelle. Techniken, die ihr ein unmittelbareres schnelleres Reagieren auf ihr wichtige Themen ermöglichen, als die zeitaufwendigeren Textilarbeiten.

Ob in textilen Arbeiten, Papierschnitte, Pastelle, Objekte und Zeichnungen , der Galeriebesucher kann sich auf Kunst in hoher handwerklicher und künstlerischer Qualität  freuen, die in ihrer inhaltlichen Dimension Fragen aufwerfen, die jenseits des heutigen oberflächlichen Geplänkels bestehen, auch mit Humor.

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© Ulrike-Sabine Möller