Ausstellungsdauer 04.04. – 14.05.2019

VOLKMAR FÖRSTER - "Der gute Hirte"  Druckgrafik, Zeichnung, Installation

BEATRIX SCHMAH - Schmuck

Die dritte Ausstellung dieses Jahres in der GALERIE MÖLLER bietet nach dem Farbenrausch von Falko Bärenwald und dem feinsinnigen filigranen Arbeiten des „Uhrologen“ Axel Frohn beeindruckende Holzschnitte und Zeichnungen des inzwischen in der Uckermark lebende Künstlers Volkmar Förster. Er zählt zu den ältesten Künstlerfreunden der Galeristen und hatte 2008 seine letzte Ausstellung, in der die Malerei dominierte, in Warnemünde.

In diesem Jahr wurde er 80. und ist immer noch rastlos und für künstlerische, experimentelle Überraschungen und Neustarts gut.

1939 in Chemnitz geboren, studierte er zunächst in Dresden Pädagogik, war zwei Jahr als Kunsterzieher tätig, stieg aus und wurde Theatermaler in Zittau. Von 1970 -75 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, hatte anschließend Engagements als Bühnenbildner in Schwerin, Magdeburg und Halle bei Peter Sodann. Ab 1981 arbeitete er freiberuflich, siedelte nach Eschenbach ins Vogtland um, gründete dort die Akademie LANDART in der sowohl die darstellende als auch die bildende Kunst beheimatet waren, veranstaltete legendäre Sommerfeste, baute ein eigenes Puppentheater auf und zog 2009 nach Mecklenburg.

Zuvor war er Szenenbildner zu fünf „Tatort“ Produktionen.

Sein Leben erscheint wie ein immerwährendes Abenteuer, ein Spiel nicht nur des Spieles wegen, sondern der Herausforderung Neues zu erforschen, zu erkunden, was in ihm steckt und was ihn charakterisiert.

Dem Holzschnitt, der ältesten Technik der Bildvervielfältigung ist diese Ausstellung gewidmet. Das Drucken mit Holz ist für ihn ein Fest für die Sinne. Ausgangspunkt für den Titel ist der bekannte Bibeltext, in dem ein Schäfer sein verirrtes Schaf sucht. Während der Entstehungszeit stieß Volkmar Förster auf die wunderbar anrührende Geschichte von Elisabeth Shaw „Das kleine schwarze Schaf“. So entstanden zu diesen Themen zahlreiche Zeichnungen, Holzschnitte, Farbholzschnitte, Radierungen und eine Installation,

die in der Ausstellung zu sehen sind. Für Volkmar Förster ist das Schaf, dem er auf fast allen seinen Lebensstationen begegnete, Sinnbild und Synonym für die eigene Identität geworden, so dass es Teil seines Signums ist.

 

 

2015 war Beatrix Schmah eine der Schmuckdesignerinnen aus Erfurt, die unter dem Titel „Takellage“ in der Galerie ausgestellt haben. Die Frage: „Wie weit kann ich mit der Form gehen, damit das Objekt noch als Schmuck funktioniert?“, bestimmt ihre Arbeit. So entstehen kleinformatige Skulpturen in klarer geometrischer Formensprache, deren „Funktionalität“ sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließt. Beatrix Schmah nutzt die speziellen Eigenschaften eines Materials und dessen Möglichkeiten. Silber, mal feinversilbert, rhodoniert oder goldplattiert ist ihr bevorzugter Werkstoff. Ihre skulpturalen Arbeiten bestechen durch Gradlinigkeit und Konsequenz. Mikado nennt sie eine Serie. Das Mikado-Konzept basiert auf dem Spiel mit der Ästhetik des Zufalls und der Umsetzung eines Wurfes von 12 Stäben in einem Schmuck. Die Vielzahl der möglichen Varianten bringt in jedem Falle ein Unikat hervor. Erneut angeregt durch den Standort der Galerie entstand die zweite Gruppe von Arbeiten, Fotodruck auf Aluminium, mit maritimen Fotos gestaltet, kombiniert mit Bernstein, Silber und Ostseesteinen.

Beatrix Schmah ist in Nordhausen geboren und hat nach ihrer Goldschmiedelehre von 1980 -83 und der Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk 1989 in Erfurt bemerkenswerte Preise bei Schmuckwettbewerben gewonnen. Arbeiten von ihr sind in Museen und Sammlungen vertreten.

 

 

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© Ulrike-Sabine Möller