"Zwei"

WOLF DIETER PFENNIG - Bilder

HILDE JANICH - Pergamentschmuck

Ausstellungsdauer 24.08. – 03.10.2017

 

Farbenfroh, erfrischend, hintersinnig und sinnlich lässt Wolf-Dieter Pfennig auch in seiner 2. Ausstellung nach 2013 den Betrachter an seinen Erlebnissen und Beobachtungen, die er mit frech-frischem Zeichenstrich festhält, teilhaben. Er sagt selbst, dass ihm die ganze Welt zum Bilde gerinnt, ob er sich durch die Metropolen oder die Natur treiben lässt – alles wird zum Motiv, das ihn drängt skizziert zu werden.

Im Ergebnis entstehen  aus Kreide, Aquarell und Deckfarben rahmensprengende  Zeichnungen. Mit fast zeichensüchtiger Manie erschaffen, scheinen seine Figuren aus den Bildern zu springen. Die Verwandlung und Verkleidung der menschlichen Figur spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Frauen stehen immer im Mittelpunkt. Die Männer bekommen den karikierten Teil ab, noch hinter den Tieren, Ochsen und Hasen, Möwen und andere Vögel, die zu seiner wunderbar burlesken Bildwelt gehören.

Gereift ist sein Stil besonders durch seine Arbeiten für das Theater und Plakataufträge aus ganz Deutschland. Die Zeichnung als unmittelbarstes Ausdrucksmittel ist sein Metier. Von den Druckgrafiken bevorzugt er den Siebdruck um seine oftmals großformatigen  Motive zu realisieren. Internationale Ausstellungen und Auszeichnungen haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht.

Der 1956 in Dresden geborene Künstler studierte Grafik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Danach arbeitete er freischaffend in Berlin und Potsdam, wo er heute auch lebt.

Seit 2002 hat er eine Professur in Wismar an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung.

 

Die zweite Ausstellung dieses Jahres auf dem Gebiet des Schmuckes mit alternativen Materialien zeigt  ebenfalls farbenfrohe Arbeiten der Essener Künstlerin Hilde Janich.

Während die letzten Künstlerinnen zur jungen Designergeneration gerechnet werden, ist mit Hilde Janich eine Künstlerin vertreten, die sich bereits seit 1992, ihrem Diplom an der FH Düsseldorf als Produktdesignerin dem Pergamentschmuck verschrieben hat.

Mit großer Leidenschaft und viel Engagement, unzähligen Ausstellungen in Deutschland, Tokyo, Boston oder Scotland auf vielen Messen und Symposien hat sie sich für diesen Schmuck eingesetzt.

 

„Zart aber zäh“ ist das Motto dieser zauberhaften Colliers,  gefertigt aus dem organischen Material Pergament. So leicht und beschwingt  sie wirken, der Arbeitsaufwand, speziell, wenn es um neue Musterstücke geht, ist jedoch oft enorm.
Begeistert beschreibt die Künstlerin den Umgang mit ihrem bevorzugten Werkstoff:
„Wenn ich Stücke erfinde, sind sie zunächst oft wie Lebewesen für mich.
Ich spüre regelrecht ihren Atem, ihr Pulsieren und ihre Bereitschaft sich zu wandeln, mir ihre verschiedenen Gesichter oder Facetten zu zeigen.“
So entsteht poetischer Schmuck, dessen Leichtigkeit und Eleganz sich in wunderbarer Weise auf die Trägerin überträgt."

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ulrike-Sabine Möller